Guten Morgen

In Düs­sel­dorf begin­nt der Prozess gegen den mut­maßlichen — auch so ein Wort, das die Presse offen­bar ungern benutzt — Atten­täter des Wehrhahn-Anschlages. Die Beweis­lage ist doch etwas dünn, so das das Fach­blatt für katholis­che Fußball­berichter­stat­tung sich mehr dafür inter­essiert, dass die Beloh­nung für den Hin­weis­ge­ber zu ver­fall­en dro­ht. Was früher allen­falls eine Randbe­merkung gewe­sen wäre, taugt halt heutzu­tage schon als Klick­rein­bringer.

Da fällt mir ein, dass mir gestern ein Satz von Chrs­t­ian Siev­ers reinge­spült wurde, mit dem sein Buch bewor­ben wird:

Erst wenn die let­zte Redak­tion dicht­gemacht hat und der let­zte Reporter seine Kündi­gung bekam, werdet ihr merken, dass man mit Katzen­videos kein biss­chen von der Welt ver­ste­ht.

Die Angst des Profi­jour­nal­is­mus’ vor Katzen­videos — auch so ein The­ma. Ich denke übri­gens sehr wohl, dass man mit Katzen­videos etwas von der Welt ver­ste­ht.

Und während ich mir die Frage stelle: Hält sich jed­er Jour­nal­ist für einen Weltver­ste­her? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.