Lesezeichen vom 23. Juni 2014

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Was ich noch sagen wollte … zu vorschneller Kritik an den Krautreportern

Ich habe bis­lang nichts Größeres zu den Krautre­portern geschrieben, weil sie mich bish­er inhaltlich nicht erre­icht haben. Ich fand die Videos und Texte, die ich so gese­hen habe, nicht überzeu­gend. Deswe­gen habe ich mir auch kein Abon­nement geholt, ein­fache Geschichte. Dabei habe ich nichts grund­sät­zlich gegen Abon­nements, ich abon­niere die TV Spielfilm ja auch nur wegen der Kolumne von Oliv­er Kalkofe.

Nur habe ich bei den Krautre­portern nicht ver­standen, wieso der Online-Jour­nal­is­mus krank sein sollte — für mich war er im Grunde immer so, wie er sich ger­ade auf­führt — oder wie genau die Krautre­porter etwas heilen wollen. Aber gut: Klap­pern gehört zum Geschäft. Vielle­icht bere­it­et man so irgend­je­man­dem einen Weg, den man dann für wichtig hält.

Den­noch hat man wenig in der Hand, wenn man jet­zt schon die Krautre­porter kri­tisieren möchte und das kann man auch an der Kri­tik von Chris­t­ian Ankow­itsch [via] an Andrea Han­na Hün­nigers Text sehen: Es wird immer nur ein Stöckchen kon­stru­iert, über das der Text dann fällt. Sei es, dass der Text ange­blich falsch im Inter­net platziert wor­den wäre, sei es, dass gescheit­ert sei, eine kon­sis­tente These zu for­mulieren, sei es, dass Hün­niger ein falsches Selb­stver­ständ­nis habe.

Die ganze Kri­tik fällt damit, dass man ent­ge­gen­hält, es sei ein­fach nicht darum gegan­gen, was Ankow­itsch unter­stellt: Es sei nicht um einen jour­nal­is­tis­chen Ein­trag gegan­gen, son­dern um einen per­sön­lichen, die eige­nen Gefüh­le ange­hen­den Blog­beitrag. Man kann an unter­schiedlichen Stellen im Inter­net in unter­schiedlich­er Funk­tion was schreiben, ohne dass man alles, was für die eine Stelle rel­e­vant ist, für die andere gel­ten lassen. Ich kann sehr aus­ge­wogen und bedacht in Wis­senschafts­foren etwas hin­ter­lassen und wenig später in Fußball­foren meinem Lieblingsvere­in fröh­nen, auch wenn bei­de Beiträge unter­schiedlich for­muliert wer­den. Das ist über­haupt kein Prob­lem. Ich darf auch meine eigene Leser­schaft irri­tieren.

Man sieht sehr ein­fach: Die Krautre­porter jet­zt schon zu kri­tisieren ist in gewiss­er Weise vorschnell, denn noch hat man kaum etwas in der Hand, will man sie nicht über selb­staus­gedachte Hür­den sprin­gen lassen.

Wie gesagt: Mich hat die Idee der Krautre­porter bis­lang nicht überzeugt, die Seichtigkeit, die in Andrea Han­na Hün­nigers Text zu lesen ist, führt mich auch nicht dazu, wegen ihr ein Abon­nement abzuschließen. Aber das let­zte Wort muss hier noch nicht gesprochen sein.

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Lesezeichen vom 12. Juni 2014

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Für die FAZ hat die FIFA die WM zer­stört: “Durch totale Kon­trolle, Kor­rup­tion und kul­turelle und soziale Igno­ranz”.

John Oliv­er erk­lärt etwas sim­pler, weswe­gen man die FIFA ver­ab­scheuen sollte: Neben der Aus­beu­tung von Dritte-Welt-Län­dern wer­den sie den tod von tausenden Men­schen 2020 in Katar zu ver­ant­worten haben.

Felix Schwen­zel hat Max Schremps Kämpf um deine Dat­en gele­sen und war wenig begeis­tert.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer stoppt die FIFA? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Armut­szuwan­derung als Massen­phänomen, wom­it die AfD Wahlkampf gemacht hat, gibt es gar nicht, so das Berlin-Insti­tut. Und mit denen möcht­en einige in der CDU koalieren. Gut, die Führung nicht, die haben da noch ein wenig poli­tis­ches Gespür.

Prost: Plas­tik ist im Bier.

Vielle­icht bess­er aus­ländis­ches trinken.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist das Bier noch zu ret­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 1. Juni 2014

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Gestern lief Die Ari­er von @MoA­sumang zu nachtschlafend­en Zeit­en beim ZDF. Etwas bleibt man dann doch noch dran, auch wenn es echt zu spät ist, bis in die Pup­pen fern zu sehen. Es ist schon ver­di­en­stvoll, was Mo Asumang da macht. Zwar wird man ihrer jüdis­chen Fre­undin recht geben müssen, dass man in argu­men­ta­tiv­er Hin­sicht keine Erken­nt­nisse mit Recht­en erlan­gen wird und ich würde auch nicht wie Mo Asumang von Gen­er­a­tio­nen reden, die in Hin­sicht auf Rechte unter­schiedlich agieren wür­den. Allerd­ings ist es immer wieder hil­fre­ich zu sehen, was in Extrem­is­muskreisen so abge­ht — so bedrück­end es auch ist.

Flusskiesel trinkt ein Duck­stein Nr. 3.

Das Schick­sal des Diren Dede.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann traut sich das ZDF eigentlich mal, mutige, preiswürdi­ge Reporta­gen zur besten Sendezeit zu brin­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Har­ald Schmidts let­zte Late-Night-Show ist online und damit durch. Aber wozu hat SKY am Ende der Sendung nur die Tick­et-Hot­line einge­blendet?

Ich habe gestern mal ein eigenes Heimat­stadt-Wiki online gestellt. Macht dur­chaus Spaß, sich eine Welt auf diese Weise zu erk­lären.

Uli Hoeneß ist gestern zu 3 Jahren und 6 Monat­en Knast wegen Steuer­hin­terziehung verurteilt wor­den, tritt heute als Präsi­dent und Auf­sicht­sratschef des FC Bay­ern München zurück und kündigt an, keine Revi­sion gegen das Urteil ein­le­gen zu wollen.

Und während ich mir die Frage stelle: Übern­immt der Kaiser jet­zt wieder das Rud­er oder jemand, der in Deutsch­land Steuern zahlt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Don Alphon­so schreibt lesenswert über die Edathy-Affäre und kommt zu dem Schluss, dass nie­mand davon erfahren hätte, hätte sich die Staat­san­waltschaft ann alle rechtlichen Vor­gaben kor­rek­ter Weise gehal­ten. Für Don Alphon­so ist der Fall Edathy eine Art Blau­pause für das, was einem bei der Vor­rats­daten­spe­icherung blüht.

Michael Spreng meint, wäre Opper­mann Bun­desmin­is­ter gewor­den, wäre er schon längst weg vom Fen­ster.

Im Alt­pa­pi­er lässt sich nach­le­sen, dass man beim SPIEGEL unter ein­er intellek­tuellen Führungslosigkeit lei­det.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist ein frühzeit­iger Rück­tritt nicht eine Chance für einen Poli­tik­er? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Was ich noch sagen wollte… zu Edathy und der Schuldfrage

Irgend­wie geht mir das Rumgeeiere der Medi­en zu aktuellen Affären zunehmend auf den Zeiger. Gestern sah ich die ZDF-Nachricht­en und in der 19 Uhr Sendung und der nach­fol­gen­den Spezialsendung hat man es nicht auf die Kette gekriegt, Ver­dachtsmo­mente, Unschuldsver­mu­tung und Gerüchte auseinan­der zu hal­ten.

Auch die FAZ gibt ger­ade die Mel­dung des SPIEGEL über ein Inter­view mit Edathy hält sich weit­er­hin für unschuldig wieder, als ob das so etwas Unein­sichtiges wäre — in rechtlich­er Hin­sicht gibt es ja derzeit offen­bar über­haupt keinen Hin­weis ein­er Schuld.

Span­nend wird es bezüglich des Geheimnisver­rates: Zwar kann man Friedrich weit­er­hin vor­w­er­fen, Geheimnisver­rat began­gen zu haben, aber sofern Edathy nichts vorzuw­er­fen ist, kann man wohl nie­man­dem die Vere­it­elung der Strafver­fol­gung vor­w­er­fen.

Ein­er­seits ist das Ver­hal­ten Edathys moralisch höchst dis­putabel, allerd­ings juris­tisch nicht straf­bar. Und auf dieser Grund­lage dil­letantieren da Poli­tik­er, Juris­ten und Jour­nal­is­ten um dessen Kopf und Kra­gen. Unfass­bar.

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